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Arbeitseinheit
Sozialpädagogik


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Der Zusammenhalt einer Gesellschaft ist nicht selbstverständlich. Krisen und Widersprüche durchziehen sie – mit zentrifugalen Konsequenzen für ihre Mitglieder. Sozialpädagogik richtet sich auf die Vermittlung von Individuum und Gesellschaft, und zugleich auf die Spannungen und Konflikte, die ihr wechselseitigesVerhältnis kennzeichnen. Es geht ihr sowohl um die Bedingungen, unter denen das Soziale sich bilden kann als auch um die gesellschaftlichen Voraussetzungen, unter denen sich Menschen entwickeln und bilden können. Aus diesem Grund richtet sich ihre Analyse sowohl auf die bestehende Gesellschaft mit ihren konkreten Institutionen und Dienstleistungen der Sozialisation, Erziehung und Bildung als auch auf die konkreten Menschen die diese Leistungen in Anspruch nehmen – auf ihre Bedürfnissen und Perspektiven. Dabei geht es darum, die Einzelnen in die Lage zu versetzen, gemeinsam mit anderen die Verhältnisse, unter denen sie leben zu verstehen und zum Gegenstand der Veränderung zu machen.

Soziale Arbeit ist zu einem der größten Arbeitsmarktsektoren herangewachsen – mit steigender Tendenz. Dabei spielt der Bereich der Kinder- und Jugendhilfe eine entscheidende Rolle; er ist zugleich der Schwerpunkt der Wuppertaler Sozialpädagogik.

Das Fach Sozialpädagogik ist im Kombinatorischen Bachelor of Arts zu studieren. Eine systematische Vertiefung erfolgt im neu eingerichteten Masterstudiengang "Kindheit, Jugend, Soziale Dienste". Im Zentrum stehen Kindheit und Jugend als gesellschaftlich konstituierte Lebenslagen und Lebenssituationen sowie die damit verbundenen institutionellen Formen ihrer professionellen Bearbeitung mit den entsprechenden Ermöglichungs- und Problemkonstellationen. In diesem forschungsorientierten Masterstudiengang werden das erforderliche wissenschaftliche Wissen und die Kompetenzen für professionelles Handeln erworben, wie es sowohl im Rahmen der strategischen und konzeptionellen Aufgaben von Behörden, Verwaltungen, Wohlfahrtsverbänden, Freien Trägern, Selbsthilfeorganisationen und Schulen in diesem Bereich nachgefragt als auch denWissenschaftsbereich vorausgesetzt wird. Es besteht die Möglichkeit der Promotion, u. a. Im Rahmen des Promotionskollegs "Kinder und Kindheiten im Spannungsfeld gesellschaftlicher Modernisierungen"